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18.01.2016 / Inland / Seite 5

Agrarwende gefordert

Tausende demonstrierten in Berlin gegen »industrielle Landwirtschaft«. Agrarminister hält sie wegen Wachstum der Städte für unverzichtbar

Jana Frielinghaus

Bauernhöfe statt Agrarfabriken«, so lautet einer der seit Jahren beliebten Slogans auf der Demonstration »Wir haben es satt!«, die am Samstag zum sechsten Mal am Rande der Grünen Woche in Berlin stattfand. Die Deutungen, was denn noch »bäuerlich« und was schon »industriell« sei, gehen dabei auseinander.

Eine wesentliche Rolle spielte auf der Manifestation für mehr Tier- und Umweltschutz in der Landwirtschaft unterdessen erneut die Bedrohung, die Handelsabkommen wie TTIP und CETA für Bauern hierzulande bedeuten. Nach Angaben des Demobündnisses beteiligten sich mehr als 100 Organisationen an dem Protestzug. Es kamen rund 23.000 Bürger und Bauern, laut Polizei 13.500, angeführt wurde er von 130 Traktoren. Im vergangenen Jahr waren rund 60.000 Menschen zu der Demo gekommen. Auf der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), bäuerliche Betriebe und die Verbraucher seien die »Verli...

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