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14.01.2016 / Inland / Seite 4

Rat und Tat beim Waffenkauf

NSU-Prozess: Wohlleben lässt sich vor Gericht befragen

Claudia Wangerin, München

Ein »Akt der Notwehr gegen Lügen und Unterstellungen« klingt anders als das, was Ralf Wohlleben nach dieser Ankündigung seines Verteidigerteams Ende letzten Jahres nun tatsächlich ausgesagt hat. Am Mittwoch beantwortete der 40jährige Ex-NPD-Funktionär im Münchner NSU-Prozess Fragen des Gerichts zu einer Erklärung, die er kurz vor der Weihnachtspause verlesen hatte. Darin widersprach er der Aussage seines Mitangeklagten Carsten S., der ihn zu Beginn der Hauptverhandlung 2013 schwer belastet hatte. Beide kannten sich aus der Jenaer Kameradschaftsszene und sind wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen angeklagt. Der fünf Jahre jüngere S. könnte aber nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden, weil er zum fraglichen Zeitpunkt um die Jahrtausendwende noch heranwachsend war. Es geht um die Beschaffung der Pistole mit Schalldämpfer, die S. den untergetauchten Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Chemnitz übergab. Wohlleben soll ihn instruiert haben. Im Deze...

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