12.01.2016 / Inland / Seite 2

»Nicht vom Mainstream einlullen lassen«

Ausstellung erinnert an Frauen im Widerstand gegen das Naziregime. Deren Wirken wird oft verschwiegen. Ein Gespräch mit Gabriele Prein

Gitta Düperthal

Am heutigen Dienstag eröffnet der »Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945« eine Ausstellung unter dem Titel »Nichts war vergeblich« über Frauen, die sich damals nicht mit Gleichschaltung und Terror abfinden wollten. Was wollen Sie erreichen?

Wir wollen den Blick auf den Widerstand mutiger Frauen lenken, die damals Verfolgten halfen, Flugblätter verfassten und bei gefahrvollen Aktionen ihr Leben aufs Spiel setzten. In der konventionellen Geschichtsrezeption wird ihnen kaum Aufmerksamkeit gezollt. Um sie aus dem Schatten heraus ans Tageslicht zu holen, hat eine Gruppe von neun Frauen nun in dieser dritten Ausstellung des »Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945« zu dem Thema 18 Biographien ausgewählt. Auf Stellwänden mit Fotos und Texten erinnern wir an ihr Wirken.

Weiblicher Widerstand erfolgte aus kommunistischer, anarchistischer, feministischer, gewerkschaftlicher, jüdischer oder christlicher Prägung. Frauen gingen mit unterschiedlicher Radikali...

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