06.01.2016 / Feuilleton / Seite 10

Wahrhaftigkeit ist das Wichtigste

Für Begeisterung brauchte er keinen Auftrag: Nachruf auf den Fotojournalisten Horst Sturm

Gabriele Senft

Backbord, Steuerbord, Mittschiffs – auf das Leben!« Kurz vor Weihnachten haben wir noch mit ihm angestoßen, unserem Käpt’n, wenn auch nur mit Apfelschorle. Seine Augen leuchteten verschmitzt. Wenige Tage später, am 23. Dezember, hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Käpt’n wurde Horst Sturm von vielen seiner Schüler genannt. Nicht nur, weil er das Wasser liebte. Fürsorglich und souverän hat der langjährige Bildreporter der Agentur ADN (Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst) angehende Fotografen betreut. Neben technischen Fertigkeiten brachte er ihnen bei, das Leben in all seiner Vielfalt zu schätzen und mit der Kamera einzufangen.

Geboren wurde Sturm 1923 in Geltow südwestlich von Potsdam. Zum elften Geburtstag schenkten ihm seine in ärmlichen Verhältnissen lebenden Eltern eine Boxkamera. Sie machten ihm damit eine große Freude und wurden sein erstes Motiv. Die Leidenschaft hatte ihn für alle Zeit gepackt. Er erlernte den Beruf eines Reprofotografen, zog ...

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