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30.12.2015 / Ausland / Seite 7

Den Reichen geht es gut

Jahresrückblick. Heute: Schweiz. Alle diskutieren über Flüchtlinge. Über Sparpakete und Entlassungen wird hingegen wenig gesprochen

Johannes Supe

Was wäre, wenn die AfD nicht zehn Prozent bekäme, wie es aktuelle Umfragen prognostizieren, sondern 29? Dann wäre Schweiz, zumindest ein bisschen. In der kleinen Republik wurde am 18. Oktober der Nationalrat gewählt, die große Kammer des Parlaments. Ganz vorn in der Wählergunst: die Schweizerische Volkspartei (SVP). Sie erhielt 29,4 Prozent der Stimmen, fast drei Prozent mehr als vor vier Jahren. Ihre Fraktion vereint nun 68 der 200 Sitze auf sich. Andere Parteien blieben abgeschlagen dahinter zurück. Die Sozialdemokraten konnten nicht mal jede fünfte Stimme erringen, die neoliberale FDP bekam 16,4 Prozent.

Und womit lockte die SVP? Mit Engagement gegen Fremde. Ende August forderte die Partei etwa: »Asylchaos: Jetzt muss endlich gehandelt werden«. Handeln bedeutet in diesem Fall streichen bei Leistungen, Rechtsansprüchen und der Betreuung für Geflüchtete. Derer kommen zu viele ins kleine Land, meint die Partei. Entsprechend müssten nun geplante Bundeszentr...

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