30.12.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Niemals zurückweichen!

Antifaschisten in der Ukraine kämpfen für den Wiederaufbau einer schlagkräftigen ­internationalen kommunistischen Bewegung

Susann Witt-Stahl

Stille Nacht im Frontabschnitt der Kommunistischen Freiwilligeneinheit der Brigade Prisrak, Dobrowoltscheskij Kommunistitscheskij Otrjad (DKO). Abgesehen von vereinzeltem Mörserfeuer: Weihnachten schwiegen die Waffen in dem kleinen Ort Donezkij in der »Volksrepublik Lugansk«, der rund 40 Kilometer vom Prisrak-Stützpunkt in Altschewsk entfernt liegt. Ist ein dauerhafter Waffenstillstand im Donbass greifbar, und schreitet der mit Minsk II vereinbarte Abzug von Geschützen mit einem Kaliber von mehr als 100 Millimetern voran? »Leider nein«, erklärt Alexej Markow, politischer Kommandeur der DKO. »Von der ukrainischen Seite gab es in letzter Zeit fast täglich Beschuss. Sie versteckt ihre schwere Artillerie nicht einmal mehr.«

Besonders zermürbend sei der Mangel an dem existenziell Notwendigsten: »Kiew will die Bevölkerung mit Wasserentzug in die Knie zwingen. Es ist wie im Mittelalter«, meint ein DKO-Aktivist mit dem Kampfnamen »Nemo«, der auch Koordinator v...

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