24.12.2015 / Ausland / Seite 6

Väterchen Frost unerwünscht

Jahresrückblick. Heute: Ukraine. Der Krieg ist nur scheinbar zur Ruhe gekommen. Kiew setzt auf Provokationen

Reinhard Lauterbach

Vergleicht man die Lage im Ukraine-Konflikt Ende 2015 mit der vor einem Jahr, ist man auf den ersten Blick geneigt, von einem »kalten Frieden« zu sprechen. Die Feuerüberfälle an der Front sind seit einem Waffenstillstand, der Anfang September vereinbart wurde, weniger geworden. Die Volksmilizen im Donbass haben den Befehl bekommen, auf Provokationen nicht zu reagieren, und sie scheinen sich im wesentlichen daran zu halten. Ein Großteil der schweren Waffen, die im Sommer im Einsatz waren, ist nach Feststellungen der OSZE-Beobachtungsmission hinter die Front in Depots zurückgezogen worden. Das scheint allerdings nicht auszuschließen, dass Kiew seine Truppen aufrüstet.

Die letzte größere Schlacht fand in den ersten Wochen des Jahres um den Eisenbahnknotenpunkt Debalzewe nordöstlich von Donezk statt. Truppen der »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk konnten die Stadt im Februar nach schweren Kämpfen in weitgehend zerstörtem Zustand erobern; die ukrainischen Tru...

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