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22.12.2015 / Inland / Seite 5

Und der Streik wirkt doch

Amazon-Beschäftigte verstärken Druck im Arbeitskampf. Versandhändler zahlt »Anwesenheitsprämien« und streicht in Leipzig einen Urlaubstag

Jörn Boewe

Rund ein Drittel seines Jahresumsatzes erzielt Amazon im vierten Quartal. Für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die seit zweieinhalb Jahren um einen Tarifvertrag für die rund 10.000 Beschäftigten in den deutschen Versandzentren des Konzerns mit Hauptsitz in den USA kämpft, sind die Wochen vor Weihnachten aus diesem Grund eine heiße Phase der Auseinandersetzung.

So auch in diesem Jahr. Seit dreieinhalb Wochen wird immer wieder gestreikt – mal an einzelnen Tagen, mal mehrere Tage hintereinander. Zuletzt legten am Montag rund 450 Beschäftigte in Leipzig die Arbeit nieder und setzten damit ihren bereits mehrere Tage andauernden Ausstand von vergangener Woche fort. Auch in den Verteilzentren in Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Graben (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) begannen am Montag erneut Streiks, die bis einschließlich 24. Dezember fortgesetzt werden sollen. Im hessischen Bad Hersfeld wird bis zum heutigen Dienstag die Arbeit nie...

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