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24.12.2015 / Thema / Seite 12

»Ungeheuer angespannt«

Frauen in der Résistance. Teil I: Viele Rebellinnen ­arbeiteten in öffentlichen Einrichtungen. Ein falsches Wort und sie landeten in den Folterkellern der Gestapo

Horsta Krum

Die Résistance ist männlich – so hat sie sich in den lokalen und regionalen Defilees dargestellt, die den Sieg über die deutschen Besatzer ab Sommer 1944 feierten. So wurde der Widerstand in Frankreich auch von der Bevölkerung wahrgenommen. Diese hatte unter der immer brutaler werdenden Besatzung gelitten, war direkt oder indirekt Zeuge des bewaffneten Kampfs gegen die Okkupation gewesen, und eine wachsende Zahl hatte sich ihm angeschlossen oder Hilfe geleistet. Im kollektiven Gedächtnis blieben vor allem die Bilder der Siegesparade unter Führung von General Charles de Gaulle, der als Chef der Londoner Exilregierung die Résistance-Kräfte koordiniert hatte und am 26. August 1944 von der jubelnden Bevölkerung in Paris empfangen wurde. Das war ein Triumphzug der Männer.

Was die Frauen angeht, so hatten sich zunächst Fotos von solchen mit geschorenem Kopf eingeprägt. Sie wurden der Kollaboration mit den Nazis angeklagt und öffentlich zur Schau gestellt. Ma...

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