18.12.2015 / Feuilleton / Seite 11

Will das Lied hier weg?

Genossen, merkt euch das: »Nie wieder Streit / Kein Copyright / Nie ­wieder Krieg / Und nie mehr Musik!«. So ­singen The Schwarzenbach auf ihrem neuen Album

Rafik Will

Ist es ein hutzliges Rumpelstilzchen, das nachts im Wald ums Feuer tanzt? Oder doch ein verwöhnter Popstar, der sich am Pool in der Sonne räkelt? Eines ist jedenfalls klar: Das lyrische Ich, das da in »Zarte Blüte Hass« singt, will einen faustischen Pakt mit dem Teufel eingehen. Es geht um Hedonismus und die Abhängigkeit von der Gesellschaft. Lady-Macbeth-Appeal bekommt das Ganze, wenn erkennbar wird, dass der singende Adept der dunklen Künste ein creepy Serienkiller werden will.

»Zarte Blüte Hass« ist der Eröffnungssong von »Nicht sterben. Aufpassen.«, dem neuen, zweiten Album von The Schwarzenbach. Diese Band besteht aus dem Avantgardetrio Kammerflimmer Kollektief (Heike Aumüller, Johannes Frisch und Thomas Weber) und dem Schriftsteller und Journalisten Dietmar Dath als Sänger. Das Horrorszenario, das im ersten Lied entworfen wird, klingt auch eindrucksvoll schauererregend. Aumüller macht aus den Refrains gespenstische Mantras, während Dath nach einem ru...

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