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18.12.2015 / Ansichten / Seite 8

Nicht abwehrbereit

Bundeswehr bleibt in Afghanistan

Knut Mellenthin

Der Bundestag entschied am Donnerstag erwartungsgemäß: Deutsche Soldaten bleiben zeitlich unbegrenzt in Afghanistan. Rund 80 Prozent der »Volksvertreter« wünschen das so. Dagegen stimmten neben der Linkspartei nur 48 weitere Abgeordnete. Jeder Versuch, Sinn und Ergebnisse dieses Einsatzes zu debattieren, wird seit 14 Jahren von den Parlamentariern der Mehrheit mit beleidigenden, aggressiven und inhaltslosen Zwischenrufen boykottiert.

Der Grund für diese Verweigerungshaltung liegt auf der Hand: Das militärische Eingreifen der NATO in Afghanistan ist von Anfang an eine unendliche und unglaubwürdige Geschichte von falschen Einschätzungen der Lage, Fehlentscheidungen, gebrochenen Versprechen und dummen Ausreden. Das erste Mandat für die Entsendung deutscher Soldaten, das der Bundestag am 22. Dezember 2001 absegnete, wurde mit der zweckoptimistischen, aber irrigen Behauptung verkauft, die Taliban seien bereits geschlagen. Folglich...

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