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02.01.2016 / Inland / Seite 8

»Tausende sind in Kliniken unfreiwillig weggesperrt«

Antipsychiatriebewegung und andere Themen ­außerhalb des Mainstreams haben es schwer. Ein Gespräch mit Jörg Bergstedt

Gitta Düperthal

Herr Bergstedt, wie bilanzieren Sie, als aktiver Anarchist, das Jahr 2015?

Denkt man in klassischen Kriterien des Erfolgs, war 2015 nicht besonders toll. Ich habe mich mit Themen beschäftigt, die außerhalb des politischen Mainstreams liegen; etwa mit der Unterstützung von Gefangenen und Psychiatrisierten. Mit der Besetzung von Feldern, um gegen Gentechnik zu protestieren, war in vergangenen Jahren mehr Zustimmung zu erfahren. Die anarchistische Organisation von selbstbestimmten Aktionen und Projekten stagniert eher.

Wie gestaltete sich Ihre politische Praxis?

Seit Jahren bin ich in der Antipsychiatriebewegung aktiv. Ich will aber keinen Apparat von Hauptamtlichen aufbauen; schon gar nicht selber Teil eines solchen werden. Es geht darum, dass Menschen mit Erfahrungen in der Psychiatrie sich neben notwendigem Selbstschutz und Selbsthilfe in den Kliniken organisieren, um Missstände anzuprangern und politischen Protest auf die Straße zu bringen. In Berlin, Bayer...

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