Gegründet 1947 Dienstag, 26. März 2019, Nr. 72
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
19.12.2015 / Inland / Seite 2

»Der Widerstand gegen ›S 21‹ geht weiter«

»Schwarzer Donnerstag«: Ministerpräsident entschuldigt sich erst nach Urteil bei Opfern von Polizeigewalt. Ein Gespräch mit Alexander Schlager

Gitta Düperthal

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Grüne, hat sich am Donnerstag wegen des Polizeieinsatzes bei Verletzten einer Demonstration gegen das Bahnprojekt »Stuttgart 21« entschuldigt – nach mehr als fünf Jahren. In welcher Weise waren Sie damals verletzt worden, und wie ist die Entschuldigung bei Ihnen angekommen?

Ich wurde am 30. September 2010 – der Tag wurde als »schwarzer Donnerstag« bekannt – durch einen Wasserwerfer schwer verletzt; hatte einen Netzhautriss am Auge erlitten, musste im Krankenhaus operiert und stationär behandelt werden. Ich war deshalb Kläger sowohl beim Strafprozess vorm Landgericht als auch kürzlich beim Verfahren vorm Verwaltungsgericht, das den Polizeieinsatz für rechtswidrig und unverhältnismäßig erklärt hat. Das Staatsministerium hatte daraufhin alle eingeladen, die dort Beschwerde eingereicht und geklagt hatten. Ich habe die Geste des Ministerpräsidenten als Entschuldigung und als Akt akzeptiert, den Rech...

Artikel-Länge: 4258 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €