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12.12.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir werden uns nicht fügen«

Wie weiter nach der Wahlniederlage? Die Bolivarische Republik Venezuela will sich von Washington und IWF nicht in die Knie zwingen lassen. Ein Gespräch mit Präsident Nicolás Maduro

Geraldina Colotti, Caracas

Nach dem Stimmeneinbruch Ihrer Partei und 17 Jahren linker Regierung in Venezuela stellen sich viele Fragen: Wie werden sich die Streitkräfte in der neuen Situation verhalten? Bleibt es bei der Formel »Union Cívico-Militar«, der Einheit von Militär und Zivilbevölkerung, mit der sich die Armee über über den Nationalismus hinaus dem humanistischen Sozialismus verbunden erklärt hat? Oder wird sie, wie in der Vierten Republik zwischen 1958 und 1998, wieder auf Demonstranten schießen?

Die »Union Cívico-Militar« wird immer dann stärker, wenn Schwierigkeiten auftreten. Das war während des Staatsstreichs gegen Hugo Chávez 2002 und während der Sabotage der Erdölförderung durch die Unternehmer der Fall, als sie versuchten, die bolivarische Revolution in die Knie zu zwingen. Und viele Menschen aus dem Volk, die gegen Chávez demonstriert hatten, ohne zu begreifen, dass sie den Vorwand für einen Putsch lieferten, gingen dann am 13. April erneut auf die Straße, um i...

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