12.12.2015 / Ausland / Seite 2

»Industriestaaten können sich nicht weiter verstecken«

In Paris entscheidet eine UN-Konferenz über ein neues Weltklimaabkommen. Nichts Konkretes im Vertragsentwurf. Ein Gespräch mit Eva Bulling-Schröter

Jean Blunt

Sie sind seit Anfang der Woche beim Klimagipfel in Paris. Bringt er nur einen Papiertiger zustande?

Vorab sei gesagt, dass ein weltweiter Klimavertrag die nationale Ebene nicht ersetzen kann. Egal wie stark oder schwach Klimaschutz im Völkerrecht künftig verankert sein wird: Die Gegner des Umbaus der Weltwirtschaft auf erneuerbare Energieträger dürfen sich nicht weiter hinter internationalen Regelungen verstecken. Ich höre schon die Hardliner der großen Koalition, die Vertreter vom Bundesverband der Deutschen Industrie, die Kohle-Gewerkschaften, die nach Paris weiter auf die Bremse treten. Mit den alten Argumenten: Deutschland kann die Welt nicht retten. Nur wenn alle Staaten sich beteiligen, werden wir den Kohleausstieg und weniger Klimagase im Flug- und Autoverkehr und in der Industrie in Angriff nehmen können.

Das klingt nach einem schwachen Vertrag von Paris …

Am heutigen Sonnabend gehen die Verhandlungen ins »Endgame«, wie das in der Verhandlersprache h...

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