Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Sa. / So., 18. / 19. Mai 2019, Nr. 114
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
05.12.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mario nicht mehr super

Die EZB und ihr Chef verzichten auf Ausweitung ihrer bisherigen Billiggeldexzesse. Hedgefonds auf falschem Fuß erwischt, Manager verärgert

Rainer Rupp

Trotz angeblich boomender Wirtschaft in Deutschland sieht die Lage in der EU und darüber hinaus düster aus. So düster, dass die internationalen Finanzmarktakteure fest damit gerechnet hatten, dass die Europäischen Zentralbank (EZB) eine weitere »Lockerung« ihrer Geldpolitik beschließen würde. Doch statt noch eine »Bazooka« aus seinem geldpolitischen Waffenarsenal abzuschießen, hat EZB-Chef Mario Draghi – von Bewunderern in Marktkreisen »Super Mario« genannt – nur ein bisschen mit der Wasserpistole gespritzt: Die Notenbank hatte am Donnerstag verkündet, ihre vielkritisierte lockere Geldpolitik fortzusetzen, sie jedoch nicht auszuweiten. Die Reaktion der Spekulanten ließ nicht auf sich warten. Noch während Draghi den Beschluss bekanntgab, stießen seine früheren Kollegen von Goldman Sachs und den anderen, zu Zockerhäusern verkommenen internationalen Banken, europäische Aktien massenweise ab. Deren Kurse hatten sie in Erwartung einer neuen, zinslosen Geldsch...

Artikel-Länge: 4844 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €