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05.12.2015 / Inland / Seite 4

Sachsen-Anhalt-Sumpf

Müllskandal: Neun Angeklagte vor Gericht. Konzern strebt Millionendeal mit Land an

Susan Bonath

Dicke Profite, ein bestochener Politiker, ein vorbestrafter Kronzeuge, eine Millionenforderung für eine Aussage: Zwei Landgerichte in Sachsen-Anhalt arbeiten sich derzeit durch den ostdeutschen Müllskandal, der 2008 durch das ZDF-Magazin »Frontal 21« aufgeflogen war (jW berichtete). Nebenher verhandelt Sachsen-Anhalts Landesregierung im geheimen mit dem Abfallentsorger Veolia. Der Konzern mit Hauptsitz in Paris soll jährlich mehr als zehn Millionen Euro Entsorgungskosten gespart haben. Mit einem Vergleich will Veolia offenbar möglichen Prozessen und Schadensersatzforderungen aus dem Weg gehen. Nach jW-Informationen geht es um sechs bis acht Millionen Euro.

Der parteilose Exlandrat des Jerichower Landes, Lothar Finzelberg, soll mit dafür gesorgt haben, dass jahrelang giftige Abfälle in den Tongruben Möckern und Vehlitz versenkt werden konnten. Zwei Betreiber der Anlagen sollen ihn bestochen haben, um an Müllgenehmigungen zu kommen. Alle drei sitzen in Magde...

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