26.11.2015 / Inland / Seite 5

Kritik am Sonderweg

Kirche und Diakonie sträuben sich weiter gegen reguläre Tarifverträge, doch der Druck wird größer. Beschäftigte protestieren vor Synode in Hessen

Daniel Behruzi, Frankfurt am Main

Die Front bröckelt. Seit Jahrzehnten beharren die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas auf dem sogenannten Dritten Weg kircheninterner Lohnfindung. Von Gewerkschaften ausgehandelte Tarifverträge, für die im Zweifelsfall gestreikt werden kann, sind für sie des Teufels. Doch dieses Dogma gerät angesichts des wachsenden Widerstands von Beschäftigten ins Wanken. Nachdem die Diakonie 2013 in Niedersachsen erstmals einen Flächentarifvertrag mit ver.di unterzeichnet hat, gibt es nun auch in anderen Regionen Bewegung. Zum Beispiel in Hessen, wo am Mittwoch gut 50 Diakonie-Beschäftigte vor dem Tagungsort der Synode der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau in Frankfurt am Main für Tarifverträge demonstrierten.

Ein bisschen öffnen will sich die evangelische Kirche in Hessen schon für Tarifverträge. Der am Sonnabend auf den Synoden der Kirchenbezirke Hessen und Nassau sowie Kurhessen-Waldeck zur Abstimmung stehende Entwurf für ein neues »Kirc...

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