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25.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Kleiner Fußabdruck«

US-Militär ist in 90 Prozent der Länder Afrikas präsent. Schnelle Eingreifkommandos sollen von »Sicherheitsstandorten« aus rasch intervenieren können

Jürgen Heiser

In Malis Hauptstadt Bamako hat am vergangenen Freitag ein bewaffnetes Kommando mutmaßlicher Dschihadisten das zum US-Tourismuskonzern Carlson Companies gehörende Luxushotel Radisson Blu überfallen und 170 Geiseln genommen. Die britische BBC meldete nach der Rückeroberung der Anlage unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium, zur Zeit des Überfalls seien »etwa 25 Angehörige des US-Militärs in Bamako gewesen«, von denen »einige bei der Rettung der Geiseln assistiert« und diese »an sichere Orte gebracht« hätten.

Die deutsche Öffentlichkeit hatte zu diesem Zeitpunkt wegen der eine Woche zuvor in Paris verübten Terroranschläge den Blick noch besorgt auf Frankreich gerichtet. Obwohl Vorgänge in Afrika generell in der BRD auf geringes Interesse stoßen, nahm man den Überfall auf das Hotel in Bamako wahr, sah ihn jedoch eher als weiteren Terroranschlag auf Frankreich an, dessen Armee 2013 in Mali zum »Antiterrorkampf« einmarschiert war. Über den Einsa...

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