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20.11.2015 / Feuilleton / Seite 10

Die einzige Botschaft

Gegen das Trennende: »Music in Exile«, das Debütalbum der malischen Band Songhoy Blues

Christoph Horst/Julian Pähler

I can’t play the blues in an airconditioned room« heißt ein Song von Mel McDaniel, der in der Version der Blues Brothers Band bekannt wurde. Allerdings sind unzählige Interpreten mit Songs über die Zumutungen des schlechten Lebens reich und satt geworden – nicht zwangsläufig zum musikalischen Nachteil.

Die vier Mitglieder der malischen Band Songhoy Blues haben viel Elend erlebt in ihrem von Konflikten zwischen Regierungstruppen, Tuareg-Milizen und Islamisten zerrissenen Heimatland. Ihre Spielart des Blues ist nicht heiter oder beschwingt, aber weltzugewandt. Zur Grundlage hat sie einen Boogie, wie ihn beispielsweise John Lee Hooker gespielt hat, allerdings stark beeinflusst von traditioneller Musik Malis, wie sie, weniger rockig, durch Baba Salah bekannt geworden ist oder durch Ali Farka Touré, den Desert Blues King. Eingängige Licks werden von Rhythmen unterstützt, die für 3/4-Takt-Geübte gelegentlich ungewohnt sein mögen. Stellenweise schimmert in den Ba...

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