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09.11.2015 / Feuilleton / Seite 10

»Es gibt nur den Untergang«

Privatisierungen, kaputte Gewerkschaften und Drogen: Das ist Finnland in den Krimis von Kati Hiekkapelto. Ein Gespräch mit der Autorin

Reinhard Jellen

Sie sind Sonderpädagogin. Wie kamen Sie auf die Idee, Schriftstellerin zu werden?

Ich habe ein Tagebuch von mir aus alten Interrail-Tagen gefunden, das ich mit 20 verfasst hatte. Ich fand, dass es gut geschrieben war. Da kam ich auf die Idee, daraus einen Roman zu machen, das klappte ganz gut und so ging’s los.

Und warum Krimis?

Ich wohne auf einer kleinen Insel in Finnland, und eines Tages ist mir auf der Fähre auf dem Weg dorthin, der Gedanke gekommen, einen Kriminalroman zu schreiben, in dem es um Migranten geht. Da ich als Lehrerin arbeitete, konnte ich mir ein Sabbatjahr nehmen, um das zu verwirklichen. Seitdem schreibe ich Krimis.

Ihre Romane stehen in der großen Tradition sozialkritischer Krimis aus Skandinavien. Ist es nicht seltsam, dass Ende der 60er Jahre, als diese Art von Krisenkrimi aufkam, das soziale Leben in Skandinavien noch intakt war?

Mai Sjöwahl und Per Wallöö waren in den späten 60ern und frühen 70ern Linke, die die ...

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