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07.11.2015 / Ausland / Seite 8

»Kriege legitimieren Gewalt an Frauen«

Das Abkommen zwischen der EU und der Türkei erschwert die Lage für Menschen auf der Flucht. Gespräch mit Feride Eralp und Deniz Bayram

Sibel Schick

Wie bewerten Sie das Abkommen zwischen der EU und der Türkei, die Grenzen zur EU für Flüchtlinge zu schließen, die die Türkei durchqueren?

Bayram: Es ist eine Gefahr für Menschen auf der Flucht. Das würde diejenigen, die vor Krieg, Unterdrückung oder Hunger fliehen, zwingen, entweder in der Türkei zu bleiben oder in ihre Länder zurückzukehren. Die Türkei ist ein gefährliches Land, in dessen Hauptstadt der sogenannte Islamische Staat, IS, Bomben sprengen kann.

Deutschland und die EU betrachten die Türkei als ein sicheres Herkunftsland, verbunden mit der Hoffnung, dass sie die Flüchtlinge auf ihrer Reise in die EU aufhält. Bevor die Türkei als Teil der Lösung betrachtet wird, muss sich die EU fragen, warum so viele Menschen diese lange, gefährliche Weiterreise auf sich nehmen, anstatt selbst auf die Idee zu kommen, in der Türkei zu bleiben.

Welche Integrationshilfen bietet die Türkei den Flüchtlingen an?

Eralp: In die Türkei kann man vielleich...

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