04.11.2015 / Ausland / Seite 7

Obama schickt Soldaten

US-Regierung will militärische Intervention in Syrien und im Irak verstärken. Zumindest offiziell geht es gegen den »Islamischen Staat«

Knut Mellenthin

Knapp 50 Soldaten will das Pentagon demnächst nach Nordsyrien schicken. Vermutlich müssen sie in Sandalen marschieren, denn Präsident Barack Obama hat in der Vergangenheit immer wieder versprochen, dass es »no boots on the ground«, keine US-Armeestiefel auf syrischem Boden, geben werde.

Seit das Weiße Haus am Freitag seine Absicht bekanntgab, erstmals Angehörige der Spezialeinheiten in Syrien zu stationieren, dementieren Militär- und Regierungssprecher immer wieder, dass damit ein Strategiewechsel verbunden ist. Es handele sich nicht um eine »Kampfmission«, heißt es offiziell. Der Auftrag der Soldaten bestehe lediglich darin, syrische Verbündete »auszubilden, zu beraten und ihnen Beistand zu leisten«. Wer die einheimischen Partner sind, wird unter Berufung auf »operative Gründe« nicht verraten. Aus der Bezeichnung des Einsatzgebiets als »Nordsyrien« lässt sich immerhin schlussfolgern, dass ein regionales Bündnis regierungsfeindlicher Milizen mit dem Namen ...

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