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04.11.2015 / Inland / Seite 4

Aus für »Zwei-Täter-Theorie«

NSU-Rätsel: Mindestens dritter Mann beim Heilbronner Mordanschlag auf Polizisten 2007

Wolf Wetzel

Der Mordanschlag auf zwei Polizeibeamte in Heilbronn 2007, der dem neonazistischen NSU zugeschrieben wird, weist drei Besonderheiten auf. Erstens: Im Gegensatz zu anderen Taten, die heute als Verbrechen des »Nationalsozialistischen Untergrunds« gelten, konnte die Polizei nach diesem Anschlag auf sehr viele Zeugenaussagen zurückgreifen. Mehrheitlich sprechen sie gegen die Version der Bundesanwaltschaft. Zweitens: Im Zuge der Ermittlungen kam man auf einen Täterkreis von bis zu sechs Personen. Drittens: Obwohl es zahlreiche Phantombilder gab, wurde damit nie öffentlich gefahndet.

Schon die öffentlich zugänglichen Indizien widerlegen das ganze Konstrukt einer Neonaziterrorgruppe mit nur drei Mitgliedern – einer Frau und zwei Männern, wovon letztere die ausführenden Täter des Mordanschlags in Heilbronn gewesen sein sollen.

Obwohl schon seit langem bekannt ist, dass nicht nur der schwerverletzte Polizist Martin A. einen Mann beschrieben hatte, der keine Ähnlichk...

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