22.10.2015 / Ausland / Seite 6

»Wie der IS«

Im Osten der Türkei tobt der Staatsterror gegen die Hochburgen der prokurdischen HDP. Eindrücke aus einem Wahlkampf im Zeichen der Repression

Fuoco Savinelli/ Diyarbakir

Ganze Straßenzüge von Sur, dem Altstadtviertel der kurdischen Metropole Diyarbakir im Südosten der Türkei, zeugen von schweren Kämpfen. Das Portal der historischen Fatih-Pasha-Moschee ist ebenso wie viele Wohnhäuser von Einschüssen übersät, Reste von Barrikaden türmen sich an den Straßenrändern. Mehrfach war über dieses innerhalb der schwarzen Basaltmauern gelegene Armenviertel, das als Hochburg der kurdischen Befreiungsbewegung gilt, in den vergangenen Wochen eine Ausgangssperre verhängt worden. Sondereinheiten der Polizei lieferten sich in den engen Gassen Gefechte mit der Patriotisch-Revolutionären Jugendbewegung (YDG-H), der Jugendorganisation der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Polizei griff die Stadtguerilla mit schweren Waffen an, auch aus Helikoptern. Zwei Tage habe seine zehnköpfige Familie in Todesangst in einer fensterlosen Vorratskammer ausgeharrt, berichtet ein Vater von der Beschießung des Viertels durch die Polizei. Eine Rakete hat die...

Artikel-Länge: 4702 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe