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20.10.2015 / Inland / Seite 2

»Der Entwurf ist eine Mogelpackung«

Trotz Gesetzesnovelle sollen sachgrundlose Befristungen an Hochschulen unverändert einfach möglich bleiben. Gespräch mit Ben Seel

Ralf Wurzbacher

Ben Seel ist Vorstandsmitglied beim »Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften« (fzs), dem bundesweiten Dachverband von Studierendenvertretungen

Am Freitag hat sich der Bundesrat mit der von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes befasst und Nachbesserungen empfohlen. Mit dem 2007 erlassenen Gesetz wurde dem grassierenden Befristungsunwesen an den Hochschulen Tür und Tor geöffnet (jW berichtete). Wie gut oder schlecht ist in Ihren Augen die Regierungsvorlage?

Bis auf ein paar Ausnahmen trägt der Entwurf nicht dazu bei, die prekäre Lage von Nachwuchswissenschaftlern nachhaltig zu verbessern. Die Regelungen sind in fast allen Punkten so schwammig gehalten, dass die Hochschulen an ihrer fatalen Einstellungspolitik de facto nichts ändern müssten. Deshalb ist der Entwurf eine Mogelpackung.

Wogegen richtet sich konkret Ihre Kritik?

Das Gesetz enthält zum Beispiel nur den allgemeinen Grundsatz, dass die Ver...

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