20.10.2015 / Thema / Seite 12

Damit es Heimat werde

Vor 90 Jahren wurde der spätere Regisseur Konrad Wolf geboren. Viele seiner berühmten Filme handeln von der militärischen und humanistischen Rückeroberung des von Nazis verseuchten Deutschlands

Ingar Solty

Er war 19, als er im Frühjahr 1945 als Offizier der Roten Armee und Staatsbürger der Sowjetunion nach Deutschland zurückkehrte. Erstere war ihm seine »Heimat«, das andere sein »Vaterland«, das ihn und seine Familie 1935/1937 ausgebürgert hatte. Später sollte aus diesem Mann einer der bedeutendsten Filmregisseure der DDR werden. Erst durch seine Tätigkeit machte er aus dem »Vaterland« seine »Heimat«. Die Rede ist von Konrad Wolf. Heute wäre er 90 Jahre alt geworden.

Der Krieg hatte ihn gewaltsam erwachsen gemacht. 22 Jahre später würde er den autobiographischen Film »Ich war neunzehn« drehen, eines der wichtigsten Dokumente der deutschen Filmgeschichte überhaupt. Er basierte auf einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase. In diesem Film wird geschildert, wie der junge Mann in sein Vaterland zurückkehrt und dabei zu begreifen versucht, wie der deutsche Faschismus entstehen, an die Macht kommen und sich bis zum Ende halten konnte. Warum Hitlerdeutschland die S...

Artikel-Länge: 21551 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe