19.10.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Solidarität und Selbstschutz«

IG Metall will Werkvertragsbeschäftigte organisieren und mobilisiert auch die Stammbelegschaften, um Lohndumping zu unterbinden. Ein Gespräch mit Jörg Köhlinger

Daniel Behruzi

Jörg Köhlinger ist Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, der Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst.

 

Werkverträge sind ein zentrales Thema auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall. Warum ist diese Frage so wichtig?

In den vergangen Jahren ist es zu einer Zergliederung von Wertschöpfungsprozessen gekommen. Tätigkeiten werden ausgelagert, die früher selbstverständlicher Teil des Wertschöpfungsprozesses waren. Ziel der Arbeitgeber ist es, damit die Profite zu steigern – zu Lasten der Beschäftigten.

Die IG Metall will Werkverträge nicht abschaffen, sondern deren »Missbrauch« unterbinden. Was heißt das?

Werkverträge gibt es schon lange. Sie sind durchaus sinnvoll, wenn es um Tätigkeiten geht, die nicht zur Produktion und zu damit verbundenen Dienstleistungen des Betriebes gehören. Es muss nicht unbedingt ein eigener Malerbetrieb aufrechterhalten werden, um alle paar Jahre eine Fabrikhalle neu zu streichen. Es geht darum, dass inzwischen auch...

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