19.10.2015 / Thema / Seite 12

Ein Recht auf Streik

Die Arbeitsniederlegungen gegen die geplante Auslagerung an Billigfirmen und Leiharbeit im Daimler-Werk Bremen haben zu Abmahnungen geführt. 32 Kollegen wehren sich und führen gemeinsame Klage

Gabriele Heinecke, Benedikt Hopmann, Reinhold Niemerg, Helmut Platow

Tausende Beschäftigte des Daimler-Werks Bremen beteiligten sich im November und Dezember vergangenen Jahres an Kundgebungen gegen die geplante Fremdvergabe von Teilen der Logistik. Mit 12.500 Beschäftigten ist das Werk das weltweit zweitgrößte des Automobilkonzerns. Die Kundgebungen fanden während der Arbeitszeit statt. Sie richteten sich gegen die Auslagerung der Tätigkeit von 143 Stammarbeitern der Logistik an eine externe Firma. Mit dieser Fremdfirma schloss Daimler einen Werkvertrag ab, der diese verpflichtet, dasselbe Ergebnis zu liefern, das von den bisherigen Stammarbeitern erbracht wurde. Daimler interessierte nicht die Zahl der Arbeiter, die die Fremdfirma einsetzen würde, und nicht die Bedingungen, unter denen die Kollegen dort zu arbeiten hätten. Der Konzern hatte lediglich erklärt, dass das beauftragte Werk- und Dienstleistungsunternehmen »mindestens die Einstiegsvergütung des jeweiligen regionalen Branchentarifvertrages« zahlen müsse. Dabe...

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