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14.10.2015 / Ausland / Seite 2

»Wenigstens die Demokratie reanimieren«

Die Rückkehr zu einem Europäischen Währungssystem ist für Italien wirtschaftlich zwingend. Ein Interview mit Stefano Fassina

Konstantin Beuchler

Stefano Fassina war bis 2013 stellvertretender Finanzminister Italiens. Im Juni 2015 verließ er den Partito Democratico.

Wie beurteilen Sie die Situation der italienischen Wirtschaft?

Seit 2008 hat Italien praktisch zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verloren und ein Viertel seiner industriellen Produktion, während sich die öffentliche Verschuldung um 30 Prozent erhöht hat. Es handelt sich um eine Schwächung, die makroökonomischen Faktoren geschuldet ist, welche die gesamte Euro-Zone betreffen. Ohne eine Intervention zur Stützung der Binnennachfrage, insbesondere Investitionen der öffentlichen Hand, bleibt das Szenario ohne Leben, wird es durch hohe Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung charakterisiert. Letztere wird auf dem aktuell hohen Niveau von etwa 130 Prozent des BIP stagnieren.

Könnte Italien die Kürzungspolitik und die deutsche Regierung loswerden, wenn es den Euro verlässt?

Das einseitige Verlassen des Euro ist gefährlich. Es gibt da...

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