14.10.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Feuer, Rauch und Palmöl

Dicke Luft über Südostasien: Milliardenschäden durch Luftverschmutzung nach Brandrodungen auf Sumatra und Borneo

Thomas Berger

Gewaltige Dschungelbrände sind ein regelmäßig wiederkehrendes Phänomen in Südostasien. Und es ist menschengemacht. Auf 475 Billionen Rupien (etwa 30,7 Milliarden Euro) hat Indonesiens Präsident Joko Widodo Ende September den volkswirtschaftlichen Schaden durch die aktuelle »Rauchkrise« geschätzt. Seit Wochen hängt über der Region wieder dichter Qualm, eine nahezu geschlossene Wolkendecke, die sich gebietsweise nur wenige Tage lichtet. Hervorgerufen wird sie durch Brandrodungen auf den Inseln Sumatra und Borneo. Das Ziel: die illegale Erschließung von immer mehr Flächen für Palmölplantagen, einer ertragreichen Rohstoffquelle. Indonesien gilt als Hauptanbaugebiet und großer Exporteur.

Was primär ein Problem des »größten islamischen Landes der Welt« ist, belastet in starkem Maße auch die Nachbarstaaten. Selten war es so schlimm wie in diesem Jahr. Der Smog liegt wie eine Glocke über weiten Teilen Malaysias sowie Singapur, das quasi von den einzelnen Brandgeb...

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