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05.10.2015 / Titel / Seite 1

Bomben auf Krankenhaus

Afghanistan: Luftangriff tötet mindestens 19 Patienten und Pfleger in Kundus. NATO spricht von »Kollateralschaden«

Knut Mellenthin

In Kundus sind mindestens 19 Menschen bei einem Bombenangriff auf ein Krankenhaus getötet worden. Sie mussten sterben, weil die USA im Gebiet der afghanischen Provinzhauptstadt mit 300.000 Einwohnern Kampfflugzeuge gegen vereinzelte »gefährliche Individuen« einsetzten. Dieser Begriff steht in einer Stellungnahme des Pressesprechers der US-Streitkräfte in Afghanistan. Dabei sei es, so Oberst Brian Tribus, möglicherweise zu »Kollateralschäden an einer nahe gelegenen medizinischen Anlage« gekommen.

Ziel der wiederholten, rund eine Stunde dauernden Luftangriffe war in der Nacht zum Sonnabend ein Krankenhaus in Kundus, das auf die Behandlung von Kriegsverletzungen spezialisiert ist. Pressemeldungen zufolge ist es das einzige seiner Art in ganz Nordostafghanistan. Betrieben wurde das Hospital, das jetzt weitgehend zerstört und nicht mehr arbeitsfähig ist, von der in Frankreich gegründeten internationalen Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« (MSF). Sprecher de...

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