28.09.2015 / Inland / Seite 2

»Das meiste Geld geht in die Spitzenforschung«

Trotz Rekordausgaben in Sachen Bildung und Wissenschaft: Im OECD-Vergleich ist BRD ein Nachzügler. Ein Gespräch mit Nicole Gohlke

Ralf Wurzbacher

Nicole Gohlke ist hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke.

 

Laut Statistischem Bundesamt flossen 2013 in Deutschland aus staatlichen und privaten Quellen rund 268 Milliarden Euro in Bildung, Forschung und Wissenschaft – soviel wie noch nie. Bedeutet der Rekord eine Verbesserung?

Natürlich ist der Anstieg der Ausgaben im Grundsatz zu begrüßen. Deutschland gehört ja unter den Industriestaaten bei den öffentlichen wie gesamten Bildungsausgaben zu den Nachzüglern.

Um nur den OECD-Durchschnitt zu erreichen, wären jährlich rund 30 Milliarden Euro mehr notwendig. Die geplante Anhebung des Bildungshaushalts um rund eine Milliarde Euro sowie die Entlastung der Länder in gleicher Höhe durch die Übernahme der BAföG-Kosten durch den Bund erscheinen da wenig ambitioniert.

Immerhin bewegt sich Deutschland wieder auf das 2008 von der Kanzlerin ausgegebene Ziel zu, zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bildung und Wi...

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