Gegründet 1947 Dienstag, 12. November 2019, Nr. 263
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
21.09.2015 / Ausland / Seite 6

Lästige Partner

Die ukrainische Regierung versucht, die radikalsten Nationalisten von der politischen Bühne zu drängen

Reinhard Lauterbach

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wehte den ukrainischen Faschisten derzeit in Kiew der Wind ins Gesicht. Nachdem am 31. August mutmaßliche Angehörige der Swoboda-Partei und des von ihr gegründeten Freiwilligenbataillons »Sitsch« vor dem Parlament in Kiew randaliert und durch Handgranatenwürfe drei Polizisten getötet hatten, stehen die Faschisten um Parteiführer Oleg Tjagnibok unter Druck. Immer wieder wird dieser vom Geheimdienst SBU zum Verhör vorgeladen. Für eine Verhaftung hat es aber anscheinend nicht gereicht. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Staatsmacht an die Swoboda einstweilen nicht wirklich herantraut.

Das war anders mit dem Abgeordneten Igor Mosijtschuk von der Radikalen Partei. Er wurde in der vergangenen Woche im Parlamentsgebäude festgenommen, Minuten nachdem das Plenum seine Immunität aufgehoben hatte. Der Vorwurf: Korruption. Ein von Mosijtschuk um Parteispenden angegangener Unternehmer – vielleicht auch ein Agent provocateur d...

Artikel-Länge: 4133 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €