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19.09.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Naiv oder mit Machtoption?

Die Linke diskutiert über ihre Haltung zum Euro. Gysi will Fraktion auf Bekenntnis zur Gemeinschaftswährung festlegen

Simon Zeise

Am Sonntag wird in Griechenland eine neue Regierung gewählt. Am Freitag ist Gregor Gysi nach Athen geflogen, um Syrizas Spitzenkandidat Alexis Tsipras im Wahlkampf zu unterstützen. Vertreter der neu gegründeten Partei »Volkseinheit«, die sich wegen ihrer Ablehnung der Austeritätspolitik von Syriza abgespalten hatte, wollte Gysi nicht besuchen. Während die griechische Regierung an der Haltung zum Euro zerbrochen ist, wird hierzulande in Wissenschaft und Politik über dessen Zukunft diskutiert.

Unter den Ökonomen hatte Heiner Flassbeck am 10. September das Wort ergriffen: »Wer den Euro-Raum für unumkehrbar erklärt, spielt dem mächtigen Gläubiger Deutschland unmittelbar in die Hände«, schrieb er auf seinem Blog und fasste zusammen: »Wer den Zusammenhalt im Euro-Raum um nahezu jeden Preis beschwört, den Nationalismus verhindern will, aber keine realisierbare Machtoption zur Änderung der deutschen Politik bieten kann, ist naiv.«

Dies ist der Kern der...

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