12.09.2015 / Ausland / Seite 6

Al-Schabab nicht zu schlagen

Trotz Militärintervention und westlichem Optimismus ist kein Ende des Kriegs in Somalia abzusehen

Knut Mellenthin

Der Schweizer Philippe Lazzarini, bis Ende Juni höchster UN-Vertreter in Somalia, gab sich zum Abschied zuversichtlich: Zum ersten Mal seit Beginn des Bürgerkriegs 1991 gebe es einen Fahrplan für Frieden und Staatsaufbau, und die Somalis stünden hinter diesem Programm. Er glaube, dass »ein Wendepunkt« erreicht sei. Wenige Tage zuvor, am 26. Juni, hatten Kämpfer der islamistischen Organisation Al-Schabab einen Stützpunkt der afrikanischen »Friedenstruppe« Amisom in Lego überrannt. Der Ort liegt rund 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu. Die Zahl der für diesen Angriff zusammengezogenen Kämpfer muss recht hoch gewesen sein, wahrscheinlich mindestens 500, denn in der vorgeschobenen Militärbasis waren 100 Soldaten aus Burundi und auch einige somalische Militärangehörige stationiert. Wie viele die Operation überlebten und fliehen konnten, ist nicht sicher bekannt. Nach übereinstimmenden Berichten wurden mehr als 50 burundische Soldaten getötet;...

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