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12.09.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Programmierter Aufprall

Spekulation weltweit nährt Kritik an US-Notenbank und Wall Street: Immer mehr Ökonomen wenden sich gegen Politik des billigen Geldes. Vermutlich vergeblich

Rainer Rupp

Es ist eine historisch einmalige Phase. Jahrzehntelang wurde weltweit die Verschuldung exzessiv vergrößert. Geht diese Zeit jetzt zu Ende?

Glaubt man den Vertretern der Mainstreammedien, geht es der Wirtschaft super. Aufgeblähte Aktienkurse dienen dafür als Beweis, ebenso wie eine vermeintlich rasant steigende Kauflust der Konsumenten. Doch es mehren sich besorgte Stimmen. Das von nahezu allen Regularien befreite Finanzkapital habe seine Grenzen erreicht. Notenbankguru Alan Greenspan, vom Kapital hochverehrter langjährige Chef der US-Notenbank Fed, der in seiner Amtszeit die Grundlagen für die größeren Finanzblasen geschaffen hatte, ist zur Cassandra geworden. In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNBC in der vergangenen Woche prophezeite er den baldigen Zusammenbruch: »Bereits in den nächsten Monaten wird es zu einem Zusammenstoß von Schulden, Defiziten und (unterfinanzierten) Sozialprogrammen kommen, weltweit.«

Damit reihe sich Greenspan in di...

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