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12.09.2015 / Inland / Seite 4

Der zweite Sonntag im September

Langlebige Tradition: Vor 70 Jahren wurde in Berlin erstmals der Opfer des Faschismus gedacht

Peter Rau

An diesem Sonntag wird der traditionelle Tag der Erinnerung und Mahnung in Berlin-Neukölln begangen. So wird der der Opfer des Faschismus nach 70 Jahren wieder dort gedacht, wo diese Ehrung zum ersten Mal stattfand.

Am 9. September 1945 hatte der Magistrat der Hauptstadt nach zwölf Jahren Nazidiktatur zu einer Gedenkkundgebung für die Opfer des faschistischen Terrors in das in Werner-Seelenbinder-Kampfbahn umbenannte Neuköllner Stadion eingeladen. Dem Aufruf des Hauptausschusses »Opfer des Faschismus« der Berliner Stadtverwaltung waren in 30 Demonstrationszügen Zehntausende Menschen aus allen Teilen der Stadt gefolgt. Sie alle vereinten sich schließlich vor dem neuen Ehrenmal, das in dem Areal, das nach dem 1944 hingerichteten kommunistischen Widerstandskämpfer und Arbeitersportler umbenannt worden war, nun stand. Neben den Buchstaben KZ und dem roten Winkel der politischen Häftlinge trug es die Inschrift »Die Toten mahnen die Lebenden«. Nach den ergreife...

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