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01.09.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Eindämmung 2.0

Nicht nur in der Ukraine zeigen sich die Kontinuitäten US-amerikanischer Russland-Politik. Auch anderswo zündelt Washington

Reinhard Lauterbach

Unter dem Titel »Warum die USA glauben, Russland eindämmen zu müssen« hat der US-Dienst Stratfor am Sonntag vergangener Woche eine längere Analyse veröffentlicht. Das mit dem »Müssen« stimmt natürlich nicht, denn welche Zwänge sollte eine Weltmacht kennen außer denen, die ihr Wille, ihr Interesse um jeden Preis zu verfolgen, ihr »auferlegt«? Aber ändert man das Modalverb in »sollen«, dann bleibt die Darstellung einer Einkreisungspolitik nach dem Vorbild dessen, was der damalige zweite Sekretär der US-Botschaft in Moskau, George F. Kennan, 1946 in seinem berühmt gewordenen »Langen Telegramm« als Leitlinie US-amerikanischer Russlandpolitik formuliert hat: keinen potentiellen Herausforderer der US-Weltherrschaft zu Kräften kommen lassen. Von der Wirtschaftsblockade bis zum ferngesteuerten Bürgerkrieg hatte diese Politik alles im Repertoire, was sich unterhalb des »großen« Krieges bewegte. Und wie Eugene Chausovsky, der leitende Eurasien-Analyst von Stratf...

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