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28.08.2015 / Ausland / Seite 6

Blutige Bilanz

PKK entlarvt staatliche Propaganda und spricht von Hunderten getöteten Soldaten

Nick Brauns

Glaubt man offiziellen Verlautbarungen der türkischen Streitkräfte, dann haben die seit rund einem Monat andauernden Luftangriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak und der Osttürkei der Guerilla den »schwersten Schlag« ihrer Geschichte zugefügt. Seit Beginn der Offenzive am 24. Juli seien 770 Guerillamitglieder getötet worden, behauptete die regierungsnahe Tageszeitung Sabah am Donnerstag unter Berufung auf Militärquellen.

Die Attacken hätten die verbliebenen Kämpfer »komplett demoralisiert«. Der nach dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan zweithöchste PKK-Funktionär Cemil Bayik habe sich in den Iran abgesetzt, hieß es weiter. Schon die letzte Behauptung lässt darauf schließen, dass es sich hier um reine Propaganda handelt, hatten doch mehrere deutsche Journalisten unter anderem der ARD, Bayik noch in den vergangenen Tagen in den nordirakischen Kandil-Bergen interviewt.

Da viele deutsche Medien unkritisch die Angaben der ...

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