26.08.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Sie macht den Menschen bis heute Mut«

Das Friedensvermächtnis der Käthe Kollwitz. Ein Gespräch mit Iris Berndt, der Direktorin des Berliner Käthe-Kollwitz-Museums

Friedemann Schmidt

Frau Berndt, als neue Direktorin haben Sie 2014 ein Museum übernommen, das vor fast 30 Jahren an einem ungewöhnlichen Ort entstand.

Es ist wichtig, dass Berlin ein Museum für Käthe Kollwitz hat, die vielleicht die größte deutsche Künstlerin überhaupt war. Sie hat 52 Jahre in dieser Stadt gelebt und gearbeitet. Das heutige Museumsgebäude suchte vor 29 Jahren eine kulturelle Nutzung, und der Kunstsammler Hans Pels-Leusden schenkte dem Haus seine Kollwitz-Kunstsammlung. Damals, 1986, wurden auch das Literaturhaus und die Galerie Pels-Leusden/Villa Grisebach eröffnet. Das Kulturquartier in der Fasanenstraße entstand.

Käthe Kollwitz, die in Berlin-Prenzlauer Berg lebte, in einer noblen Gegend?

Da habe ich mal ein bisschen recherchiert und darüber vor einigen Monaten auch die Publikation »Käthe Kollwitz in Berlin« herausgebracht. Käthe Kollwitz hatte am Bahnhof Zoo in der Hardenbergstraße ihr Akademieatelier, und in der Kantstraße und am Kudamm fanden sich die...

Artikel-Länge: 7957 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe