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25.08.2015 / Ausland / Seite 6

Molina klebt am Sessel

Guatemala: Korruptionsvorwürfe und Demonstrationen gegen Präsidenten. Kabinett in Auflösung. Staatschef verweigert den Rücktritt

Lena Kreymann/Mexiko-Stadt

Zwei Wochen vor der Wahl zerbricht in Guatemala die Regierung: Am Wochenende legten insgesamt drei Minister und vier hochrangige Beamte ihre Ämter nieder. Tausende beteiligten sich an Demonstrationen für den Rücktritt des Präsidenten Otto Pérez Molina, gegen den Ermittlungen wegen Korruption eingeleitet werden sollen. Dennoch beharrt dieser darauf, seine Amtszeit zu beenden, wie er am Sonntag abend (Ortszeit) in einer Fernsehansprache bekanntgab. Die Betrugsvorwürfe wies er weit von sich.

Am Freitag hatten das Innenministerium und die UN-Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) verlauten lassen, dass gegen den Präsidenten Vorwürfe im Fall »La Línea« erhoben worden seien. Demnach sollen er und seine ehemalige Stellvertreterin Roxana Baldetti das gleichnamige Netzwerk für Zollbetrug angeführt haben – gemeinsam mit Baldettis Sekretär Juan Carlos Monzón, der sich auf der Flucht befindet.

Nach wochenlangen Protesten aufgrund der Korruptionsvorwürfe...

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