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24.08.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Merkel kommt ins Krisengebiet

Ruhrgebiet droht vollends abgehängt zu werden. Medien starten vor Besuch der Kanzlerin Kampagne gegen Duisburger Stadtteil Marxloh

Markus Bernhardt/Duisburg

Seit Wochen vergeht kaum ein Tag, an dem die Presse nicht Stimmung gegen die Bewohner des Duisburger Stadtteils Marxloh macht. Folgte man den vielen Medienbeiträgen, müsste man fast davon ausgehen, dass sich inmitten des Ruhrgebiets slumähnliche Zustände etabliert haben. Mal wird über kriminelle Migrantengangs, mal über Bildungs- und Integrationsverweigerer berichtet. Entweder werden Schlagzeilen produziert zu nichtdeutschen Familienclans, oder im speziellen zu Roma-Großfamilien. Opfer sind immer Polizeibeamte, die sich ob der vielen Kriminellen kaum mehr auf Streife trauen würden.

Probleme in Marxloh sind seit Jahren bekannt. Die Ursachen dafür liegen aber nicht bei den Migranten, deren Zahl dort auch dem Durchschnitt im Ruhrgebiet entspricht. Der Grund liegt vielmehr darin, dass die Bevölkerung von der etablierten Politik schon vor Jahren abgeschrieben worden ist. Finanzielle Hilfe für die Menschen, Investitionen in Bildung und andere Unterstützung gibt...

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