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24.08.2015 / Feuilleton / Seite 10

»Wer nicht mittut, ist kein rechter Mann«

Eine Ausstellung in Rheinsberg widmet sich Kurt Tucholskys Kriegserlebnissen

F.-B. Habel

Anfang dieses Jahres wurde Kurt Tucholskys 125. Geburtstag begangen, sein Todestag jährt sich im Dezember zum 80. Mal. Leben und Werk wurden durchforstet auf der Suche nach neuen Aspekten. Viele Zeugen und Zeugnisse scheinen durch Verfolgung und Krieg verschwunden, aber man kann da durchaus noch fündig werden. Was hat Tucholsky zum Beispiel heute vor 100 Jahren gemacht?

Unmittelbar nach seiner Jurapromotion wurde er im Frühjahr 1915 eingezogen. Zunächst war er Armierungssoldat im heute lettischen Kurland. Als »Schipper« musste er Verteidigungsstellungen anlegen. Auch Künstlerkollegen wie Karl Schmitt-Rottluff oder Arnold Zweig wurden zu diesen harten körperlichen Arbeiten herangezogen. Tucholsky erinnerte sich 1922 unter seinem Pseudonym Ignaz Wrobel in der Weltbühne: »Es waren dies Armierungsarbeiter, die als waffentaugliche Soldaten in ihre Ausbildungszeit marschierten. Das war 1915 – aber ich habe nie wieder solche wandelnden Leichen gesehen wie...

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