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22.08.2015 / Ansichten / Seite 8

Tsipras’ neue Freunde

Griechen dürfen wieder wählen

Andreas Wehr

Der Rücktritt kam nicht unerwartet. Und er ist ein geschickter Schachzug. Zunächst: Auf dem anstehenden Parteitag von Syriza wird es nicht zu der von der Parteispitze gefürchteten Abrechnung mit dem Parteivorsitzenden kommen. Alexis Tsipras wird vielmehr als Spitzenkandidat auf den Schild gehoben. Bei solchen Ereignissen wird nirgendwo viel diskutiert.

Die Syriza-Linke wird dann schon nicht mehr dabei sein. Sie musste in das kalte Wasser einer ungewissen Parteigründung springen, ohne zuvor nachweisen zu können, dass sie die Parteibasis hinter sich hat. Eine Alternative hatte sie allerdings nicht, denn ein Parteivorsitzender kann in Griechenland bei Wahlen innerhalb von 18 Monaten nach dem letzten Urnengang die Kandidatenliste allein aufstellen. Keiner der »Abweichler von der Parteilinie« kann dabei mit Gnade rechnen. Am wahrscheinlichen Wahltag Ende September wird zudem die Erinnerung an die Erpressung von Tsipr...

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