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20.08.2015 / Ausland / Seite 6

Dichtung und Wahrheit

Gerüchte über chinesischen Militärstützpunkt in Dschibuti übertrieben

Knut Mellenthin

Iranische Medien überraschen manchmal durch Exklusivmeldungen, die man ansonsten nur in speziellen Blogs oder beim russischen Nachrichtenportal Sputnik findet. Am Dienstag beispielsweise behauptete die Nachrichtenagentur Fars: »China übernimmt strategischen US-Militärstützpunkt in Dschibuti«. Sputnik berichtete synchron, jedoch ohne die grotesk überzogene Überschrift, die auch bei Fars durch den Artikeltext nicht gedeckt war. Dschibuti liegt in einer strategisch hochwichtigen Region zwischen Rotem Meer und Indischem Ozean. Der dortige US-Stützpunkt und angebliche chinesische Ambitionen sind schon länger Objekt von Spekulationen und Gerüchten. Daher ist ein Blick auf die Hintergründe angebracht.

Der Kleinstaat Dschibuti mit weniger als einer Million Einwohner ist seit 1977 nominell unabhängig. Früher hieß er Französisch-Somaliland. Frankreich unterhält dort immer noch eine Militärbasis. Dschibutis große Zeit kam jedoch erst nach dem 11. September 2001. Die...

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