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20.08.2015 / Ausland / Seite 7

Auf der Balkanroute

Belgrad ist eine Station von Flüchtlingen auf ihrem beschwerlichen Weg. In Serbien erhalten sie kaum Hilfe

Aleksandra Miljković, Benjamin Renter

Die Zahl der Flüchtlinge in Serbien steigt. Am Mittwoch hat der serbische Ministerpräsident, Aleksandar Vučić, einen Park in der Belgrader Innenstadt besucht, in dem Migranten unter freiem Himmel kampieren. Er kündigte laut Nachrichtenagentur Tanjug an, ein Aufnahmezentrum zu errichten.

Am Dienstag hatte der Repräsentant des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Hans Schodder, bekanntgegeben, dass in Serbien 83.000 Menschen als Flüchtlinge registriert seien, indes nur 500 Asyl beantragt hätten. Die Mehrzahl kommt aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Ausgangspunkt auf dem Weg nach Europa ist meist die Türkei. Muayed, der gemeinsam mit anderen syrischen Flüchtlingen unterwegs war, berichtete junge Welt in Belgrad: »Wir überquerten illegal die Grenze von Syrien; türkische Soldaten haben auf uns geschossen. Nach drei Tagen sind wir in einem überfüllten Schlauchboot über das Mittelmeer nach Griechenland gefahren, auch Frauen und Kinder waren an Bord. Auf See fiel p...

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