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20.08.2015 / Ausland / Seite 8

»Unsere Blockaden zwangen sie, die Arbeiten einzustellen«

Im australischen Melbourne verhinderte Massenwiderstand das milliardenschwere Prestigeprojekt »East West Link«. Ein Gespräch mit Anthony Main

René Kiesel

Anthony Main kandidierte 2013 für die Socialist Party Australia für den Stadtrat von Melbourne und war Hauptorganisator der Kampagne gegen das Tunnelprojekt

Sie haben gerade Ihr Buch »Beating the Big End of Town« veröffentlicht, in dem Sie den erfolgreichen Kampf gegen den sogenannten East West Link beschreiben. Worum ging es dabei?

Es galt als riesiges Infrastrukturprogramm: ein Mauttunnel von Ost nach West unter der nördlichen Vorstadt von Melbourne, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Aber es war nur ein Projekt für große Logistikfirmen, Bauunternehmen und Banken. Mehrere Milliarden sollten in geschäftliche Subventionen für Baufirmen fließen. Dafür sollten Hunderte Häuser und ein historischer Park weichen, Nachbarschaften auseinandergerissen werden. Die Kosten hätten sich insgesamt auf umgerechnet in etwa zwölf Milliarden Euro belaufen, finanziert durch eine öffentlich-private Partnerschaft im sogenannten Verfügbarkeit...

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