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20.08.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wasserkraft hat Vorrang

Brasiliens Regierung setzt weiter auf den Bau von Staudämmen in Amazonien. Die Interessen der Anwohner und die Ökologie stehen hintan

Norbert Suchanek/Rio de Janeiro

Wasserkrise im Südosten, leere öffentliche Kassen im ganzen Land. Dennoch investiert Brasiliens Regierung unter Präsidentin Dilma Rousseff weiter in den Ausbau der Wasserkraft in Amazonien. Bis 2018 will sie 42 Milliarden Real (rund zwölf Milliarden Euro) in neue Energieprojekte zur Stromerzeugung stecken. Der Großteil davon, zehn Milliarden Euro, wird in die beiden Megastaudämme São Luíz und Jatobá am Rio Tapajós im Herzen Amazoniens fließen.

Beim Projekt São Luíz werden 729 Quadratkilometer Regenwald unter Wasser gesetzt, um laut Plan jährlich 8.040 Megawatt Strom erzeugen. Der Stausee des Jatobá-Vorhabens am selben Fluss wird eine Fläche von 646 Quadratkilometern überschwemmen und soll 2.338 Megawatt erzeugen. Opfer der beiden, seit Jahren von Wissenschaftlern und Umweltschützern kritisierten, Großvorhaben am Rio Tapajós sind nicht nur artenreiche Regenwaldflächen. Auch Tausende von Flussanwohnern (Ribeirinhos) und Ureinwohner, deren Häuser, Land und J...

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