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19.08.2015 / Inland / Seite 2

»Deutschland heizt mit die Konflikte an«

Flüchtlinge protestieren gegen die deutsche Rüstungsindustrie. Ein Gespräch mit Rex Osa

Gitta Düperthal

Rex Osa, 42 Jahre alt, ist 2005 aus Nigeria nach Deutschland geflüchtet und seither in der Flüchtlingsbewegung aktiv, zunächst bei »The Voice« in Jena, dann im Stuttgarter Verein »Flüchtlinge für Flüchtlinge«

Unter dem Slogan »Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen« rufen Selbsthilfeorganisationen von Flüchtlingen, deren Unterstützer und Friedensinitiativen von Donnerstag bis Samstag zu Aktionstagen am Bodensee auf – warum ausgerechnet dort?

Der Krieg beginnt am Bodensee. In den idyllischen Städten lautet das Motto, »das Wohl der Allgemeinheit in den Mittelpunkt zu stellen«. Davon kann aber keine Rede sein: Die Bundesstraße 31, welche am Ufer des Bodensees entlangführt, ist Heimat der größten Zusammenballung von Waffenschmieden in Deutschland. Rüstungsprodukte von dort gehen in alle Welt – nicht selten an beide Seiten eines Konfliktes. Zur Spitzengruppe weltweiter Produzenten, insbesondere von Panzern, Kriegsschiffen, U-Booten und anderem schwer...

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